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Quelle: VEB Sonneberger Spielzeugfabrik Juli 1975
Zur Verfügung gestellt: vom Spielzeugmuseum Sonneberg
Auszug:
Die Herstellung von Weichplastic-teilen für Puppen und Spielwaren und die Herstellung von Modellen und Formen im Galvanoverfahren.
Um zu einem neuen Spielzeug zu gelangen ging man von Vorlagen und entsprechenden Skizzen aus.
Der Modelleur legte ein Tonmodell aus Modellierton oder aus Plastilin an. Das Tonmodell wurde in Gips eingebaut und eine "Verlorene Gipsform" angefertigt. In dieser Gipsform wurde dann Wachs gegossen, eine Mischung aus Paraffin, Bienenwachs und Füllstoffen. In dieser Wachsform wurde je nach Bedarf Augen eingearbeitet, wenn es sich um Köpfe handelte, oder um runde Einsätze für Rümpfe.
Diese Wachsmodelle wurden dann sorgfältig ausgearbeitet und mit Terpentin poliert.
Zum Aufhängen ins Galvano-Bad wurde in der Gipsform ein starker Kupferdraht eingegossen, für die Verschlüsse zum Entformen der Masse wurden Wachsstöpsel in der entsprechenden Größe angesetzt.
Dieses Wachsmodell wurde in ein Kupfer-Galvanobad eingehängt und dort durch Elektrolyse mit einer Kupferschicht überzogen. Damit die Elektrolyse haftet, wurde das Modell vorher mit Silbernitrat besprüht. Die Dauer des Galvano-Bades hing von der Wandstärke der späteren Form ab und dauerte bei einen Puppenkopf ca. 2 Wochen.
Nach des erfolgten Verkupfern der Form wurde das Wachsmodell aus aufgesägten Form ausgeschmolzen und für die Öffnungen wurden entsprechende Verschlüsse angefertigt. Die so gewonnene Galvano-Hohlform ist eine Mutterform. Sie wurde innen gesäubert und dann vernickelt, um auf dem Produkt aus PVC-Paste eine matte Oberfläche zu erzielen.
In dieser Form wurde PVC-Paste in flüssiger Form dosiert und in einem bis zu 300° Erhitzen Ofen durch Rotation gegeben. Nach einer Laufzeit von ca. 6 Minuten wurde die Form aus dem Ofen genommen, abgekühlt und nach öffnen des Verschlusses mittels einer Zange entformt. Das gewonnene Produkt nahtlos weich.
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